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Geschrieben von: Andy Krüger   
Freitag, den 05. März 2010 um 19:39 Uhr

Zur Einweihung des Lachszentrums haben der damalige Niedersächsische Ministerpräsident Wulff und der Nds. Landwirtschaftsminister Heinrich Ehlen ein gemeinsames Grußwort abgegeben, das trotz Änderung der Personen immer noch aktuell ist

Der Atlantische Lachs gehört zu den autochthonen Fischarten in den niedersächsischen Gewässern, denn aus zahlreichen Quellen ist sein historisches Vorkommen in den Flusssystemen von Elbe, Weser und Ems belegt. Erst im letzten Jahrhundert führten Ausbaumaßnahmen an den Gewässern und zunehmende Abwasserbelastungen dazu, dass die traditionellen Laichplätze verschwanden oder der Zugang durch die Errichtung von Querbauwerken unterbrochen wurde. In der Folge verschwand der Lachs aus unseren Gewässersystemen.

In den letzten Jahrzehnten haben sich die Rahmenbedingungen durch mannigfaltige Anstrengungen wieder grundlegend verbessert. Erfolge in der Reinhaltung der Gewässer und ein wachsendes Verständnis für ökologische Zusammenhänge und Erfordernisse haben inzwischen die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass sich die Lebensbedingungen für die heimische Fischfauna wieder deutlich verbessert haben.

Diese Entwicklung haben die niedersächsischen Fischereivereine genutzt, um in eigener Initiative im Rahmen der Hege verschwundene Fischarten wieder anzusiedeln oder stark gefährdete Arten in ihrem Vorkommen zu unterstützen. Zu diesen geförderten Arten gehören auch die Großsalmoniden Lachs und Meerforelle. Ausgehend von einigen engagierten Vereinen in Nordniedersachsen haben sich inzwischen weitere Vereine angeschlossen, die von der Weitergabe der gewonnenen Kenntnisse profitieren konnten.

Heute sind zahlreiche Fischereivereine auf diesem Gebiet nachhaltig aktiv. Hierzu gehören auch die in der Arbeitsgemeinschaft "Leinelachs" im Bereich der Fischereigenossenschaft Leine II zusammengeschlossenen Vereine. Die Erfolge der Fördermaßnahmen, die in ehrenamtlicher Arbeit durchgeführt werden, sind bereits sichtbar. Vielfach kehren erwachsene Lachse und Meerforellen schon wieder in die Gewässer zurück, in denen sie ausgesetzt worden sind. In anderen Gewässern fehlt es dagegen noch an der erforderlichen Durchgängigkeit. Hier gilt es, die dort noch vorhandenen Aufstiegshindernisse durch geeignete Maßnahmen und in interdisziplinärer Zusammenarbeit passierbar zu machen.

Wir wünschen dem Wiedereinbürgerungsprojekt der Arbeitsgemeinschaft „Leinelachs“ weiterhin den zum Wohle der Natur erhofften Erfolg.

 


Hans-Heinrich Ehlen

Hans-Heinrich Ehlen
Niedersächsischer Minister für den ländlichen Raum, Landwirtschaft,
Ernährung und Verbraucherschutz
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 26. Januar 2017 um 09:34 Uhr